| ORDENSFEST IM STIFT ST. FLORIAN |
Am Samstag, den 5. April 2008, fand im Stift St. Florian ein denkwürdiges Ordensfest statt.
Die Höhepunkte bildeten die feierliche Installation von S.G. Propst Johann Holzinger CanReg als Ordensprälat des Großpriorates von Österreich, sowie die Ausrufung der Kommende des Heiligen Florian.
Mit zahlreichen Investituren konnte der Orden der Ritter des Heiligen Lazarus zu Jerusalem einen bedeutenden Meilenstein auf dem Wege zur vollständigen Vereinigung des Lazarus-Ordens in Österreich feiern.
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an die 90 Confratres und Consorores fanden sich in der Stiftsbasilika zu St. Florian ein, um gemeinsam das Ordensfest zu begehen. (oben)
S.G. Prälat Johann Holzinger CanReg, Propst von Stift St. Florian, wurde als neuer Ordensprälat des Großpiorats von Österreich installiert. (rechts)
Die Investitur neuer Confratres war diesmal nur eine der zahlreichen Zeremonien (unten)
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Im Rahmen der Zeremonien erhob S.E. der Großprior mehrere Confratres in den Stand eines Ordensritters (oben)
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Dem Anlass entsprechend fand die Ordensmesse als festliches Pontifikalamt in der Stiftsbasilika zu St. Florian statt. Unter der Leitung des Großpriors von Österreich, S.E. Alfred Spernbour, des Statthalters, S.E. Mag. Christoph Dietl, und in Beisein des Kaplans des Großpriorates, S.E. Dr. Gerhard Krisper, wurde in einer feierlichen Einsetzungszeremonie der Propst des Stiftes St. Florian, S.G. Prälat Johann Holzinger, in den Lazarus-Orden aufgenommen und als neuer Ordensprälat installiert.
Im Rahmen des beinahe zweistündigen Pontifikalamtes konnten neben der Investitur von vier neuen Ordensbrüdern auch an die 30 Confratres und Consorores aus Oberösterreich in das Großpriorat von Österreich aufgenommen werden - ein erfreulicher Schritt, der im Zuge der Wiedervereinigung des Lazarus-Ordens in Österreich möglich geworden war.
An weiteren Zeremonien von konnten S.E. dem Großprior auch mehrere Confratres in den Stand eines Ordensritters erhoben werden.
Als weiter zeremonialer Höhepunkt fand die feierliche Ausrufung der neu geschaffenen Kommende des Heiligen Florian durch S.E. den Statthalter statt.
In der nachfolgenden Zeremonie wurde der Linzer Rechtsanwalt Mag. Johannes Maria Mühllechner als leitender Komtur der neuen Ordenskommende eingesetzt.
In die ihm anvertraute Kommende wurden zugleich auch die aufgenommen Confratres und Consorores aus Oberösterreich eingereiht.
Ebenfalls aus Anlass der Einrichtung der Kommende des Heiligen Florian, überreichten S.E. Großprior Spernbour und der leitende Komtur Mag. Mühllechner dem Landeshauptmann von OÖ, Dr. Josef Pühringer, eine namhafte Spende für ein Sozialprojekt in Oberösterreich.
Am Ordensfest waren beinahe 100 Ordensmitglieder anwesend - darunter auch fünf Ordensmitglieder des Großpriorates von Ungarn, mit dem man traditionell besondere Beziehungen pflegt. War doch das Großpriorat von Ungarn vor Jahrzehnten durch das Großpriorat von Österreich gegründet worden.
So war auch der Großprior Ungarns, S.E. Laszlo Deak, nach St. Florian gekommen. Ihm wurde für die Dauer seines Aufenthalts, gemäß Protokoll, Cfr. Botschafter Dr. Herbert Kröll als begleitender Ordensritter zur Seite gestellt. S.E. Laszlo Deak konnte an diesem Anlass ebenfalls eine Investitur für sein Großpriorat vornehmen.
Neben den bereits genannten Personen war es eine Freude unter den Anwesenden Ordensmitgliedern Cfr. Christian Graf von Plettenberg, Großprior emeritus, Csr. Prof. Inge Hungerleider, Cfr. Botschafter Dr. Herbert Kröll begrüssen zu können.
Aus der Kommende des Heiligen Florian waren an Honoratioren die Confratres Abg.z.NR Walter Murauer, OMR Dr. Heinz Mayrhofer, Dir. Wolfgang Pfeil, RA Dr. Gerhard Hochedlinger und Oberst Hannes Mittermair gekommen.
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| Großprior Alfred Spernbour flankiert von Statthalter und Vice-Statthalter (links oben). Confratres der Kommende des Hl. Florian (rechts oben).
Die neu aufgenommenen Confratres Oberst Hannes Mittermair, Alexander Tarmastin und Christian Wilhelm Schenk (links unten). Der leitende Komtur der neuen Ordenskommende, Cfr. Mag. Johannes M. Mühllechner (links unten) |
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Nach dem festlichen Pontifikalamt, das auf Grund der vielen Zeremonien beinahe zwei Stunden dauerte, begingen die Confratres, Consorores und geladenen Gäste diesen denkwürdigen Tag noch mit einem gemeinsamen Galadinner im Altomonte-Saal des Stiftes.
Dort bot sich für alle Anwesenden die hervorragende Gelegenheit den neuen Ordensprälaten und Hausherrn, S.G. Propst Holzinger, im direkten Gespräch kennen zu lernen. Auch der persönliche Austausch unter den Ordensmitgliedern und Gästen kam nicht zu kurz.
In einer programmatischen Tischrede mahnte S.E. Großprior Alfred Spernbour auf dem Weg zu einer Wiedervereinigung des Lazarus-Ordens mit Beständigkeit und persönlichen Engagement jedes Einzelnen weiter voranzuschreiten. Nur mit Offenheit und unvoreingenommen Auftreten könne verständlich gemacht werden, dass man eines Geistes Kind sei! So sind alle seriösen österreichischen Persönlichkeiten, die sich im Dienst des Heiligen Lazarus sehen, eingeladen, die gereichte Hand der Pia Unio der Ritter des Heiligen Lazarus zu Jerusalem zu ergreifen.
Wem es aber wirklich um die Sache geht, der werde auch erkennen, dass sich die karitativen Ziele des Ordens auf Basis der kirchlichen und staatlichen Rechtspersönlichkeit des Großpriorat Österreich gesichert verwirklichen lassen.
Schon zu oft hätte sich gezeigt, dass diverse Lazarus-Vereine für obskure Privat-Interessen einzelner Personen missbraucht wurden, karitative Ziele manchmal überhaupt nur vorgegeben wurden - und letztlich der Bankrott statt karitativem Wirken das traurige Ergebnis war. Das Großpriorat Österreich steht aufgrund seiner kirchlichen Rechtspersönlichkeit als Pia Unio für Seriosität und wurde nicht umsonst von der Bischofskonferenz und Seiner Eminenz, Franz Kardinal König, in Österreich legitimert.
Allen sei für Ihr Engagement gedankt, das den Lazarus-Orden in die heutige Einheit geführt hat. Die letzten kleinen, noch notwendigen, Schritte werden mit Gottes Hilfe auch bald abgeschlossen sein.
Der verbleibende Abend verlief in angenehmer Stimmung und im Zeichen des persönlichen Austausches der Anwesenden Confratres und Consorores. Ein denkwürdiges Ordensfest, das in guter Erinnerung bleiben wird.
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